BC Wiesbaden – Roßdorf Torros 64:67(35:32)
Die Torros gewinnen aufgrund einer überzeugenden Teamleistung, vor allem in der Defense beim BC Wiesbaden.
Waren es beim BC Wiesbaden lediglich 2 Akteure, die stets gesucht wurden, doch nicht das Spiel zu Gunsten des Gastgebers entscheiden konnten, agierten die Torros als Underdog stets teamorientiert, fanden immer den besser postierten Mitspieler in der Offense und ackerten in der Defense unermüdlich füreinander.
Gut starteten die Torros ins Spiel, 6 Minuten lang war der Punktestand ausgeglichen(11:10), ehe der BC Wiesbaden mit 2 Dreiern und einem Mitteldistanz davon zogen und die Torros das erste Viertel mit 19:13 abgeben mussten.
Mit der Gewissheit die Leistung im ersten Viertel, sowohl offensiv, aber auch defensiv verbessern zu können starteten die Torros ins zweite Viertel. Mit einem 7:2-Lauf aus Sicht der Torros verkürzte man auf einen 21:20-Rückstand nach 14 gespielten Minuten, den die Gastgeber erst mit einem Dreier unterbrechen konnten. Die Torros konterten aber direkt aus einer schnell agierenden und gut rotierenden Verteidigung mit einem weiteren 9:2-Lauf und übernahmen das erste Mal die Führung im Spiel zweier auf Augenhöhe agierenden Mannschaften. Wäre das unerfahrene und junge Torro-Team in dieser Phase des Spiels etwas cleverer gewesen hätte man das Momentum nutzen können und damit den Vorsprung weiter ausbauen. Doch die junge Torro-Mannschaft agierte in den letzten 120 Sekunden der ersten Halbzeit nicht abgeklärt und clever genug, gab die Führung sofort wieder ab und musste sich zur Halbzeit mit einem 35:32-Rückstand zunächst begnügen.
In der Halbzeit war allen klar, dass man mit den erfahrenen Spielern des Gastgebers BC Wiesbaden nur versuchte mitzuhalten, mehr reagierte und nicht agierte, was überhaupt nicht zum Spiel der jungen Spieler von Trainer David Heinrich passte. Ins dritte Viertel startete man deutlich besser als in die beiden Viertel vorher. Man erspielte sich sehr schnell und sehr gut freie Aktionen an der Dreierlinie und auch im Low-Post, die man aber leider nicht oft genug in Punkte ummünzen konnte. Man gestaltete das dritte Viertel zwar ausgeglichen, aber auch sehr punktearm und gab es leider mit 13:11 an den Gastgeber ab. Mit 5 Punkten lagen die Torros in einem Spiel zurück, in dem beide Teams mehr Energie in die Defense steckten als in die Offense, was sich am Viertelstand 48:43 ablesen ließ.
Im vierten Viertel waren es in den ersten 4 Minuten nur die Torros, die mit einem 11:0-Lauf das Spielgeschehen kontrollierten, mit 48:54 wieder die Führung übernahmen und diese bis Spielende auch nicht mehr abgeben sollten. In den letzten 6 Spielminuten wurde das Spiel enger, als es hätte sein müssen. Die Gastgeber verbreiteten zunächst Chaos mit einer Pressverteidigung im Aufbauspiel der Torros, was sich nach einer Auszeit und den nötigen Absprachen aber sofort legte. Plötzlich ging die Trefferquote im Roßdörfer Spiel, die zu Beginn des vierten Viertels für die hohe Führung verantwortlich war, deutlich zurück und man schaffte es nicht mehr zu punkten. Weder von der Dreierlinie, noch am Brett oder an der Freiwurflinie fanden die Würfe ihr Ziel, während sich Gastgeber Wiesbaden Punkt um Punkt ran ackerte. Am Ende jedoch waren es die Torros, die für ihre harte Arbeit belohnt wurden. Mit 64:67 holen sie den sechsten Saisonsieg, aber erst den ersten Sieg gegen einen „Favoriten". Zum ersten Mal schafften es die Spieler ihr individuelles Potenzial in Offense und Defense in eine überzeugende Teamleistung zu verpacken, in der es kein einzelner Spieler war, der den Sieg holte. Bei einer so knappen Differenz ist, wie sich letztlich rausgestellt hat, jede einzelne Entscheidung eines jeden Spielers, ob auf dem Spielfeld oder auf der Bank spielentscheidend.
Es spielten: Kunder 17/1, Kopp 13, Sprute 11, Keles 8/1, Depp 7/1, Schmid 6/1, Kapici 2, Schmidt 2, Czwikla 1, Langguth
Zuletzt aktualisiert am Montag, 05. Dezember 2011 14:40







