Roßdorf Torros – SSKC Aschaffenburg 79:59 (32:28)
Die Torros gewinnen nach drei Niederlagen in Folge endlich mal wieder. Mit einer starken Teamleistung, in der jeder Spieler, als es nötig wurde, Verantwortung übernahm und das Team trug, gewann man das Gastspiel in Aschaffenburg.
Mit lediglich acht einsatzbereiten Spielern traten die Torros die Reise nach Aschaffenburg an. Kurzfristige Ausfälle gesundheitlicher Natur sowie berufliche und schulische Verpflichtungen dünnten den Kader von Trainer David Heinrich auf ein minimales Aufgebot aus.
Die Aschaffenburger Gastgeber, die im Abstiegskampf um jeden Zentimeter verbissen kämpfen und jeden Sieg benötigen traten mit einer 11 Mann starken Truppe an. Gut starteten die Gastgeber ins Spiel, während die Torros in den ersten Versuchen noch nicht sicher im Abschluss waren. Mit 5:12 lagen die Torros nach den ersten Minuten zurück und es war bereits die erste Auszeit nötig, um noch mal daran zu erinnern, das man hier als Gast nichts geschenkt bekommt und sich alles hart erarbeiten musste. Die Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht, die Torros fanden besser ins Spiel und konnten in der Offense nur durch Fouls aufgehalten werden. Mit einer besseren Freiwurfquote hätte man bereits hier frühzeitig die Führung übernehmen können.
Mit einem 14:20-Rückstand gingen die Torros ins zweite Viertel, in dem die beiden Innenspieler Holger Sprute und Georg Kopp schnell ihre Fouls Nr. 2 und 3 sammelten. Doch statt dem Verlust an Größe am Brett nachzutrauern, nutzte man den nun entstandenen Geschwindigkeitsvorteil, da man nur mit Aussenspielern auf allen Positionen agierte und so viel schwerer zu verteidigen war. Da die Torros es zusätzlich verstanden den vorübergehenden Wegfall ihrer beiden „Größten" im Rebounding durch mannschaftliche Geschlossenheit wegzumachen, waren es im zweiten Viertel nur die Torros die auf beiden Seiten des Feldes dominierten. Mit 18:8 gewann man das zweite Viertel und holte sich zum Ende der ersten Halbzeit die 32:28-Halbzeitführung. Die Torros verstanden es die Aschaffenburger Zonenverteidigung schnell und clever auszuspielen. Sie agierten mit Selbstvertrauen, rissen durch gute Penetrations Löcher in die Verteidigung der Gastgeber und statt eigensinnig zunächst selbst den Abschluss zu suchen, fand man so gut wie immer den besser postierten Mitspieler. Auch wenn der ein oder andere Pass oder Wurf nicht sein Ziel fand, präsentierten sich die Torros mit zunehmender Spielzeit immer besser als Team und zeigten mehr und mehr dass sie auf keinen Fall die vierte Niederlage in Folge erleben wollten.
Im dritten Viertel starteten die Torros wieder gut, doch trotz guter Defense schafften es die Aschaffenburger Gastgeber über ihrer Topscorer Niklas Männche ein ums andere Mal zu scoren. Aschaffenburg spielte seinen Topscorer mehr und mehr frei und agierte fast nur noch über ihn. Nach dem sich die Torros auf dieses Offensivspiel besser eingestellt hatten, kamen die Gastgeber nur noch schwer zu punkten. Nach 28 gespielten Minuten schafften es die Gastgeber zwar beim Spielstand von 42:43 die Führung kurzzeitig zurück zu erobern, doch die Torros antworteten nach einer Auszeit sofort mit einem 8:0-Lauf und führten zum ersten Mal mit mehr als 4 Punkten Differenz(50:43).
Im Schlussviertel ließ die Energie bei den Aschaffenburger Spielern immer mehr nach, die trotz 11 Spielern nur mit einer kleinen Rotation agierten und dem hohen Tempo spätestens jetzt Tribut zollen mussten, während die Torros noch mal alles rausholten aus ihrer 8-Mannaufstellung. Aus einer immer besser werdenden Defense spielten die Torros Fast-Break um Fast-Break und erhöhten mit einem starken Schlussviertel (29:16) noch mal auf 20 Punkte Differenz.
Es spielten: Keles 16, Kopp 13, Sprute 11, Depp 9/1, Schmidt 9, Dörr 8, Schmid 7/1, Kunder 6
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 29. Januar 2012 23:29







